Endlich Frühling – die Sonne scheint, die Natur erwacht, die Temperaturen klettern in die Höhe. Doch für Allergiker bedeutet der Beginn der warmen Jahreszeit nicht nur Positives: Die herumfliegenden Pollen sorgen für Niesanfälle, eine laufende Nase und juckende, tränende Augen. Bei dem Juckreiz ist die Versuchung groß, die Augen zu reiben, was besonders für Kontaktlinsenträger problematisch ist. Denn dadurch werden Bakterien verbreitet, wodurch die Reizung verstärkt wird. Auch wenn der Pollenflug eine besondere Herausforderung für Kontaktlinsenträger darstellt, müssen sie nicht auf die kleinen Sehhilfen verzichten, sofern sie einige Verhaltensregeln beachten.

Mit folgenden Tipps kommen Kontaklinsenträger gut durch die Heuschnupfensaison:

·       Umstieg auf Tages- oder formstabile Linsen: Für Allergiker empfehlen sich Tageslinsen, da durch den täglichen Wechsel augenreizende Ablagerungen vermieden werden. Einige Allergiker machen sogar die Erfahrung, dass durch die Verwendung von Tages-Kontaktlinsen die Allergie-Symptome nachlassen. Formstabile Kontaktlinsen bieten den Vorteil, dass Ablagerungen auf ihrer Oberfläche weniger gut haften bleiben als auf weichen.

·       Hygiene ist das A & O: Wer Monats- oder Jahreslinsen trägt, sollte auf eine noch gründlichere Hygiene achten als ohnehin schon. Der Augenoptiker berät, welche Pflegemittel während der Allergiezeit am besten geeignet sind.

·       Augen reiben vermeiden: Auch wenn der Juckreiz groß ist – widerstehen Sie der Versuchung die Augen zu reiben. Dadurch werden sie zusätzlich gereizt, insbesondere wenn sich womöglich noch Pollen oder Bakterien an den Händen befinden. Außerdem besteht das Risiko, dass die Linse beschädigt wird.

·       Befeuchtungsmittel: Für Abhilfe bei trockenen Augen, die oftmals durch Antihistaminika hervorgerufen werden, sorgen künstliche Tränen zur Befeuchtung.

·       Vorsicht bei antiallergischen Augentropfen: Weiche Kontaktlinsen können Inhaltsstoffe der Augentropfen aufnehmen und aufweichen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Augenarzt beraten, welche Augentropfen geeignet sind!

·       Schutzschild gegen Pollen: Um die Augen vor Pollen zu schützen, kann eine vom Augenoptiker angepasste, gut sitzende Sonnenbrille mit großen, möglichst eng anliegenden Gläsern helfen. Da sich auf der Oberfläche Allergene ansammeln, sollte die Sonnenbrille jeden Abend gründlich gereinigt werden.

·       Tragedauer einschränken: Um die allergiegeplagten Augen zu schonen, empfiehlt es sich, die Tragezeit der Kontaktlinsen zu verkürzen.

·       Ausrüstung für den Notfall: Sollten die Augen bei extremer Pollenbelastung stark strapaziert sein, ist der Umstieg auf die Brille die beste Lösung. Für diesen Fall sollte man immer eine Brille in der aktuellen Sehstärke und einen mit Kontaktlinsenflüssigkeit gefüllten Linsenbehälter zur Hand haben.

·       Regelmäßige Kontrolle: Da sich bei Heuschnupfen Tränenfilm und Hornhautoberfläche verändern können, können auch ursprünglich gut angepasste Linsen nicht mehr optimal sitzen. Eine regelmäßige Kontrolle beim Kontaktlinsenspezialisten ist daher besonders während der Allergiezeit wichtig.